Die Marke

Die Feuerwehr ist eine einzige Baustelle

In Feuerwehr on 19 Dezember, 2007 at 1:25
Stetten/BW – Große Aufgaben warten auf die Gemeinde Stetten, wenn sie die Feststellungen des Feuerwehrbedarfplanes erfüllen will. Das Feuerwehrgerätehaus muss aufwändig um- oder gleich neu gebaut werden. Zudem wird in den nächsten Jahren ein neuer Mannschaftstransportwagen fällig. Noch dringlicher ist die Werbung zusätzlicher Bürger für den Dienst in der Wehr.Ausführlich hat sich der Sicherheitsingenieur Sven Volk mit den Gegebenheiten der Stettener Freiwilligen Feuerwehr auseinandergesetzt und seine Feststellungen im Feuerwehrbedarfsplan festgehalten. Diesen stellte er am Montag dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit vor. Vordringlich sei die Verfügbarkeit einer ausreichenden Zahl von Wehrleuten über Tag – „es sollten mindestens neun sein.“ Diese Vorgabe werde derzeit überwiegend nur nachts und am Wochenende erreicht. Hier empfehle der Sicherheitsingenieur dringend, junge Erwachsene für den Dienst in der Feuerwehr zu werben, da die Nachrücker aus der Jugendfeuerwehr nicht ausreichen. Auch innerhalb der Gemeindeverwaltung sollen neue Mitglieder geworben werden. Ferner sollen Floriansjünger aus anderen Wehren, die aber in Stetten arbeiten, in die Alarmierung einbezogen werden.

 

Ebenso müsse die Fortbildung innerhalb der Truppe ausgebaut werden. Auch die Jugendwehr sei weiter zu fördern und neue Mitglieder müssten geworben werden. Derzeit hat die Stettener Wehr 33 Aktive und neun Jugendliche in der Jugendwehr.

Ein weiterer Punkt der verbessert werden müsste, sei die räumliche Situation im Feuerwehrgerätehaus, so Sven Volk. Derzeit werden die baulichen Anforderungen der entsprechenden DIN-Norm nicht erreicht, auch die Unfallverhütungsvorschriften würden nicht erfüllt werden. So seien die Toreinfahrten zu eng, die Stellplätze zu schmal, es gebe keine Trennung von Einsatz- und privater Kleidung. Dadurch bestehe die Gefahr, nach den Einsätzen, „dass toxische Stoffe nach Hause gelangen.“ Ferner wurde die fehlende Duschmöglichkeit bemängelt. Zudem verfüge das Gerätehaus über keine Heizung und das Dach sei undicht, außerdem fehlten ausreichende Lagermöglichkeiten. Um die aufgeführten Missstände zu beheben, schlug Volk den Neubau eines Gerätehauses vor.

Im Bereich der Fahrzeuge, empfahl er, das 22 Jahre alte Löschfahrzeug nicht mehr zu ersetzen. Das vorhandene „LF 10″ reiche aus und sei erst drei Jahre alt. Allerdings müsse bald ein neuer Mannschaftstransportwagen angeschafft werden. Einstimmig billigte der Gemeinderat den Bedarfsplan unter Einbeziehung der aufgeführten notwendigen Maßnahmen.

via Schwäbische Zeitung Online