St. Gallen/ Schweiz – Ein Grossbrand in der Kirche St. Leonhard zu St. Gallen hat gestern Abend einen Schaden von mehreren Millionen schweizer Franken angerichtet. Personenschaden ist Gott sei Dank nicht zu beklagen.
Eine Anwohnerin hatte gegen halb sieben den Notruf abgesetzt. Als die Feuerwehr kurz darauf am Einsatzort eintraf, stand der Dachstock des Schiffs der 1887 erbauten neoklassizistischen Kirche im Vollbrand, wie Hanspeter Schnüriger, Berufsfeuerwehr-Kommandant, vor den Medien sagte. „Wir gehen davon aus, dass sich niemand in der Kirche aufgehalten hat.“, sagte der Einsatzleiter der Polizei, Eggenberger. Das Gebäude sei am Donnerstag geschlossen gewesen. Die Feuerwehr konnte die Kirche am Donnerstagabend aber nicht betreten, denn es bestand Einsturzgefahr. Personen oder Einsatzkräfte kamen beim Einsatz nicht zu Schaden, wie Eggenberger mitteilte.
Der Sachschaden dürfte sich auf mehrere Millionen Franken belaufen. Der Dachstock brannte vollständig aus. Der Turm blieb stehen. Der Brandherd liegt gemäss einem Polizeisprecher im westlichen Teil des Dachstocks, wo am Donnerstag Dachdeckerarbeiten ausgeführt worden waren. Genaue Erkenntnisse über die Brandursache lagen am Abend aber noch nicht vor. Die neugotische Kirche wurde am 1. Januar 1995 als Gemeindekirche geschlossen. Die Kirche gehört einem Architekten aus Winterthur. Bis vor wenigen Tagen wurde im baufälligen Gotteshaus noch mit Erfolg das Musical „Sister Act“ aufgeführt.
200 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei waren im Einsatz. Neben der Berufsfeuerwehr kämpfte auch die „Milizfeuerwehr“ aus St. Gallen und Kräfte der Feuerwehren aus Gossau und Rorschach mit Hubrettungsgeräten gegen das Feuer an. Die Einsatzkräfte hatten den Brand nach rund 45 Minuten mit massivem Wassereinsatz bereits unter Kontrolle. Der Turm der Kirche konnte gehalten werden, auch das übergreifen der Flammen auf benachbarte Wohnhäuser konnte verhindert werden. Wegen Einsturzgefährdung konnten die Feuerwehren das Kirchengebäude am Abend noch nicht betreten. Auch nach über zwei Stunden massivem Wassereinsatz kämpften die Einsatzkräfte imme noch gegen Glut und aufflammende Brandnester an.
Weil die Kirche in der Nähe des Hauptbahnhofs von St. Gallen steht, musste der Zugverkehr während gut einer halben Stunde unterbrochen werden. Laut einem Sprecher der SBB gab es im Fernverkehr dadurch aber nur geringe Verspätungen.
Übel, übel. Das erinnert mich verflucht an den Brand der Kirche St. Peter am Düsseldorfer Kirchplatz am 19.6.07: http://www.rp-online.de/public/article/regional/duesseldorf/duesseldorf-stadt/nachrichten/450547
Gruss
Thomas
ähm. eine anfrage zur nutzung meiner bilder wäre noch nett gewesen.
meine bilder sind ja immer noch hier drin.