Rotes Kreuz gibt den Rettungsdienst ab - Personal und Fahrzeuge gehen an gemeinnützige Gesellschaft über
19 Februar, 2008
Der Kreisverband gibt vom Papier her seinen Bestand an Rettungsfahrzeugen und das dazu gehörende Personal an die neue Gesellschaft ab. Betroffen sind rund 40 Fest-Beschäftigte sowie 50 bis 60 Ehrenamtliche. Vorläufig, so sehe es die Vereinbarung mit dem Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe vor, werde sich für diese Mitarbeiter durch den Wechsel zu dem neuen Träger nichts ändern. Lediglich eine Mitarbeiterin aus der Geschäftsstelle in der Albiger Straße muss künftig in Mainz arbeiten.
An der Struktur mit den Rettungsdienst-Standorten Alzey und Wörrstadt wird in den nächsten Jahren ebenfalls nicht gerüttelt. An Vermutungen, der Standort Wörrstadt könnte zugunsten der Nieder-Olmer Wache geschlossen werden, ist laut Günther “gar nichts dran”. Auch, weil sonst der gesetzliche Auftrag, innerhalb einer Viertelstunde am Einsatzort zu sein, nicht mehr erfüllt werden könne. Die Entfernungen Richtung Wöllstein beispielsweise wären zu groß.
Die Organisation und Verwaltung des Rettungsdienstes war bislang das Hauptgeschäft des DRK-Kreisverbandes. Es machte zwei Drittel des Umsatzes aus. Künftig kann sich der Sozialverband auf die Entwicklungen seiner anderen Dienstleistungsbereiche wie Soziale Dienste, Ausbildung, Katastrophenschutz und Jugendrotkreuz konzentrieren.
Der Rettungs- und Krankentransportdienst des Kreisverbands Alzey hat im vergangenen Jahr 12000 Einsätze gehabt. Dies entspricht rund 33 Fahrten täglich. “Das sind 20 Prozent mehr als im Vorjahr”, erläutert Kreisgeschäftsführer Norbert Günther. Die höhere Auslastung führt er unter anderem auf die Neuorganisation der Rettungsleitstellen zurück, durch die mehr Aufträge an den DRK-Kreisverband Alzey gingen. Das Einsatzgebiet des Rettungsdienstes umfasst die Verbandsgemeinden Wöllstein, Wörrstadt, Alzey-Land, Teile der VG Westhofen sowie die Stadt Alzey. Der 24-Stunden-Betrieb wird durch 22 Festangestellte, acht Zivildienstleistende, vier Mitarbeiter im Sozialen Jahr und sechs Auszubildende sowie ehrenamtliche Kräfte sichergestellt.
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