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Fahrtraining für die Feuerwehr

In Allgemeines, Feuerwehr on 28 Februar, 2008 at 4:02

Niederkrüchten/RLP – Wann sind die technischen Grenzen eines Feuerwehrfahrzeugs erreicht? Das wollten zwölf Wehrmänner aus drei Niederkrüchtener Löschzügen wissen. Das ADAC-Fahrsicherheitszentrum gab die richtigen Antworten.

Wenn die Freiwillige Feuerwehr Niederkrüchten zum Einsatz gerufen wird, kann es immer zu brenzligen Situationen kommen – im Straßenverkehr. Um mit diesen Stresssituationen gut umgehen zu können, sind jetzt zwölf Wehrleute aus allen drei Löschzügen der Gemeinde zum ADAC-Fahrsicherheitszentrum nach Grevenbroich gefahren, um dort mit den roten Feuerwehrautos zu üben. Auf der Anlage – der modernsten in Europa – wurde den Wehrmännern das richtige Verhalten in jeder Gefahrenlage erklärt und gezeigt.

Nach einer kurzen theoretischen Unterweisung in Fahrphysik und Fahrzeugtechnik ging es sofort auf die „Piste“. Auf dem großen Freigelände lernten die Teilnehmer, ihre Fahrzeuge „richtig“ zu bremsen und vor plötzlich auftretenden Hindernissen auszuweichen. Anschließend wurden diese Übungen unter „Alarmbedingungen“ durchgeführt.

Pulsmessungen vor und nach den Alarmfahrten zeigten auf, wie sich das Verhalten des Fahrzeugführers verändert, wenn er „unter Stress“ fahren muss. Obwohl der Stress nur durch Trainer Ralf Gottwald mit einfachen Aufgaben während der Fahrt über Funk durchgegeben wurde, entwickelten sich selbst leichte Übungen – zum Beispiel Rückwärts um die Ecke fahren – plötzlich zu kniffligen Situationen.

Nach den Übungen zeigte Trainer Olaf Radzinio die Grenzen der Einsatzfahrzeuge auf. Auf der glatten Kreisbahn merkten die Lenker schnell, dass auch das beste Fahrzeug ab einer bestimmten Geschwindigkeit nicht mehr zu beherrschen ist. Sein Fazit: „Deshalb gilt auch hier der Grundsatz lieber eine Minute später als überhaupt nicht ankommen.“

Den schwierigsten Part hatte der Löschzug Oberkrüchten zu absolvieren, bewegte dieser doch das älteste Fahrzeug der Gemeinde über den Parcour, welches noch nicht über einen nützlichen Helfer wie ABS verfügte. Der Unterschied in der Fahrzeugtechnik zeigte sich bei fast allen Übungseinheiten. Sämtliche Teilnehmer waren überrascht, was die Wagen leisten können und wie wichtig es ist, die Technik zu beherrschen. Feuerwehrmann Albert Marx im Abschlussgespräch mit den Trainern: „Ein Feuerwehrfahrzeug an seine Grenzen zu bewegen und dennoch Vertrauen in es zu haben, war eine sehr lehrreiche Erfahrung. Ob Vollbremsungen, Ausweichmanöver oder Fahrtraining unter Stress, ihr habt uns allen viel für unsere weiteren Einsatzfahrten mit auf den Weg gegeben.“

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