Die Marke

Graz rüstet mit Freiwilliger Feuerwehr auf

In Allgemeines, Aus dem Ausland, Feuerwehr on 5 März, 2008 at 4:52

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Graz/Österreich - Die Grazer Berufsfeuerwehr könnte mit der neuen Stadtregierung bald eine Freiwillige Feuerwehr als Unterstützung bekommen: Geht es nach VP-Gemeinderat Kurt Hohensinner, sollen – wie schon in allen anderen österreichischen Landeshauptstädten – auch freiwillige Florianijünger in Graz ausgebildet werden. Auch der schwarz-grüne Koalitionspakt sieht den Aufbau einer Freiwilligeneinrichtung vor.

Hohensinner hatte bereits in den vergangenen fünf Jahren mehrmals Anträge im Gemeinderat zur Einrichtung einer Freiwilligen Feuerwehr eingebracht. Letztlich sei es aber immer am ehemaligen Bürgermeisterstellvertreter Walter Ferk gescheitert, der in Graz für das Feuerwehrwesen zuständig war. Nach der Wahl vom Jänner ist in der neuen Stadtregierung die Feuerwehr nun “Chefsache”: Bürgermeister Siegfried Nagl hat auch schon am Tag der Bekanntgabe des Koalitionspaktes mit den Grünen erklärt, dass nun an die Umsetzung dieser Idee gegangen werde.

Laut Hohensinner mussten in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Männer und Frauen aus Graz ihre FF-Ausbildung in Umgebungsgemeinden absolvieren, da es kein derartiges Angebot in der Landeshauptstadt gibt. Weitere Interessierte hätten abgeweisen werden müssen, weil für sie kein Ausbildungsplatz vorhanden gewesen sei.

Fakten
Die Geschichte des Feuerlöschwesens ins Graz geht übrigens bis ins Jahr 1853 zurück, als ein “städtisch besoldetes Pompiercorps” gegründet wurde. 1909 wurden Freiwillige Feuerwehren und Berufsfeuerwehr zusammengelegt. Seither gibt es in Graz nur noch hauptberufliche Brandbekämpfer.

Er könne sich vorstellen, dass schon in zwei bis drei Jahren bis zu 50 freiwillige “Florianis” in Graz im Einsatz sein könnten. Ob sie in einer eigenen Wache stationiert, das räumliche Angebot der Berufsfeuerwehr etwa in der Feuerwache Süd nutzen oder direkt in die Berufsfeuerwehr eingegliedert werden, solle in einem Arbeitskreis geklärt werden. Hohensinner betonte, dass es nicht um Konkurrenz oder gar Ersatz für die Berufsfeuerwehr gehe, sondern “um eine sinnvolle Ergänzung und eine Möglichkeit vor allem für junge Menschen, die mit anpacken wollen”. Wert legte der VP-Gemeiderat darauf, dass die Ausbildung unter dem Titel einer Freiwilligen Feuerwehr laufe, da so für die Helfer auch die Teilnahme an Wettbewerben möglich werde und Förderungen abgeschöpft werden könnten. Ein Katastrophenhilfsdienst, wie ihn die Berufsfeuerwehr begrüße, könne das eben nicht bieten.

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