Rhein-Berg/NRW - Die Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises soll auf jeden Fall erhalten bleiben. Aber es wird dennoch ein Gutachten in Auftrag gegeben, um herauszufinden, ob eine Zusammenarbeit mit anderen Einsatzzentralen sinnvoll ist. Auf diese Strategie haben sich jetzt Landrat Rolf Menzel und Kreisbrandmeister Wolfgang Weiden geeinigt. Und ihre gemeinsame Stellungnahme zu diesem Thema liest sich kompromissbereiter als der geharnischte Protest sämtlicher bergischer Feuerwehren, die sich unlängst – wie berichtet – gegen jede Verlagerung der Leitstelle ausgesprochen hatten.Â
In ihrer auch von Weiden unterschriebenen Stellungnahme hatten die Feuerwehrchefs vor zwei Wochen noch „mit aller Entschiedenheit“ Konzepte abgelehnt, die einen Abbau der eigenen Feuer- und Rettungsleitstelle verfolgen. Zielsetzung des geplanten Gutachtens, das nun ausdrücklich begrüßt wird, soll es sein, „mögliche Varianten einer engeren Zusammenarbeit benachbarter Leitstellen zu untersuchen“. Der Rheinisch-Bergische Kreis will sich, wie auch die Stadt Köln, an der Untersuchung beteiligen, die von der Stadt Leverkusen in Auftrag geben werden soll.
Landrat und Kreisbrandmeister beteuern: „Es geht keinesfalls darum, die Kreisleitstelle aufzugeben. Vielmehr soll genau untersucht werden, ob und wenn ja in welchen Bereichen und in welchem Umfang eine Zusammenarbeit Vorteile bringen kann.“ Eine Kooperation zweier oder mehrerer Kreise oder kreisfreier Städte könne personell und technisch schließlich durchaus Vorzüge bieten, um Technikausfällen und Überlastungen bei größeren Einsatzlagen zu begegnen. Dabei stellen die beiden jedoch klar: „Wir denken nicht daran, die Aufgabe einem Dritten zu übertragen.“