Kreis Trier-Saarburg/RLP - Für Empörung sorgte im Juni 2006 die Nachricht, dass von der DRK-Rettungswache Saarburg aus der Rettungsfunkverkehr rund 30-mal massiv gestört worden sei, um die Rettungsaktionen des luxemburgischen Hubschraubers LAR zu behindern. Die Anklage der Staatsanwaltschaft lautet auf fünf Fälle versuchter bzw. vollendeter Körperverletzung und richtet sich gegen den damaligen Leiter der DRK-Rettungswache Saarburg.
Dem 47-jährigen Familienvater, der zeitweise selbst für den LAR gearbeitet hat, wird ein Rachefeldzug gegen die Luxemburger Einrichtung vorgeworfen, von der er sich im Streit getrennt hatte. Der Angeklagte, dem bei Bekanntwerden der Vorwürfe fristlos gekündigt worden war, hat bereits mehrere Monate in U-Haft gesessen. Auch gegen weitere Mitarbeiter der Wache war zunächst ermittelt worden - diese Verfahren wurden mittlerweile eingestellt, so dass rund 25 Fälle in ihrer Urheberschaft bisher nicht geklärt werden konnten.
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