Warnstreiks verzögern Rettungsdienst
27 März, 2008
RLP/BW - In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sind am Morgen mehrere hundert Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in den Warnstreik getreten. Die Gewerkschaft ver.di will damit wie angekündigt im laufenden Tarifkonflikt den Druck auf das DRK erhöhen. Allein in Rheinland-Pfalz haben sich nach ver.di-Angaben rund 600 Menschen an den Aktionen beteiligt. Die Notfallrettung werde von den Protesten nicht beeinträchtigt, es könne aber zu Verzögerungen kommen, hieß es. Betroffen seien unter anderem Teile des Rettungs- und Blutspendedienstes. “Flächendeckend lahmgelegt” werde jedoch keine Einrichtung. Kundgebungen und Demonstrationszüge finden in Ludwigshafen, Koblenz und in Bad Kreuznach statt.

Auch in Baden-Württemberg haben Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuz bereits die Arbeit niedergelegt. So begann etwa beim DRK in Aalen der Warnstreik laut ver.di um 10.00 Uhr. Schwerpunkte der Aktionen sind neben dem Südwesten auch Hessen und das Saarland.Die Gewerkschaft fordert für die bundesweit 30.000 Tarifbeschäftigten des Roten Kreuzes eine Lohnerhöhung von 9,6 Prozent. Dies hatte das DRK bislang abgelehnt. Ein übermitteltes Angebot des DRK sieht nach Gewerkschaftsangaben für 2008 Entgelterhöhungen von 3,1 Prozent und für 2009 eine Steigerung von zwei Prozent vor. Im gleichen Zeitraum soll die Arbeitszeit von 38,5 auf 40 Stunden angehoben werden. Die Tarifkommission von ver.di wird die Offerte nach eigenen Angaben am 31. März bewerten und das weitere Vorgehen beraten.
28 März, 2008 at 2:09
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