Dramatisches Ende eines Junggesellenabschieds
30 März, 2008
Mandip war in die Freiwillige Feuerwehr Billwerder eingetreten, um zu helfen und Leben zu retten. Jetzt muss der 18-Jährige damit leben, dass er einen Menschen getötet hat. Noch weiß er aber nicht, dass er in der Nacht zum Sonntag mit seinem Wagen die Freundin seines Wehrführers überfuhr….
In der Nacht zum Sonntag überfuhr er mit seinem Wagen eine junge Frau (26) – die Freundin seines Wehrführers. Mandip, der zum Unfallzeitpunkt vermutlich angetrunken war, liegt selbst schwer verletzt im Krankenhaus. Er weiß nicht, dass es bei dem Unfall eine Tote gab und wer sie ist.
Es waren zwei feuchtfröhliche Feiern, die am Samstagabend in Billwerder stiegen. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr feierten den Junggesellenabschied ihres stellvertretenden Wehrführers. Die Frauen feierten ebenfalls ganz in der Nähe mit der Braut. Gegen 1.30 Uhr verließen Mandip und Lena zeitgleich ihre jeweiligen Feiern. Die Frau wollte zu Fuß nach Hause. Mandip , der erst drei Wochen seinen Führerschein hatte, setzte sich in den Opel Astra, den er von seinem Vater geliehen hatte. Vermutlich angetrunken steuerte er den silbernen Kombi über den Billwerder Billdeich. Dort kam ihm Lena entgegen. Genau in ihrer Höhe kam der Fahranfänger von der Straße ab. Die Frau wurde von dem Auto erfasst und auf die Motorhaube geschleudert. Mit ihr fuhr der Wagen durch einen Jägerzaun und raste einen Hang hinunter. Erst nach 28 Metern fiel die Frau von der Motorhaube. Der Opel durchbrach anschließend einen zweiten Zaun und rammte einen Baum.
In Billwerder stehen die Menschen unter Schock. Das Opfer und ihr Mann sind im Ort sehr bekannt. „Wir haben die komplette Wehr erst einmal außer Dienst genommen“, sagt Feuerwehrsprecher Martin Schneider. Die Feuerwehrmänner und ihre Frauen, von denen viele kurz vor dem Unfall mit Lena gefeiert hatten, werden von der Feuerwehrpastorin Erneli Martens betreut.
31 März, 2008 at 3:43
sowas macht traurig.
:(
31 März, 2008 at 3:44
Hallo,
so etwas kann passieren, auch wenn es nicht einfach ist, damit zu leben müssen alle Beteiligten es irgendwann wieder auf die Reihe bringen.
Liebe Grüße
Rudi
31 März, 2008 at 6:28
Super. Wieder eine Tote, weil irgend so ein Kind der Meinung war, man könne ja besoffen nach Hause fahren…
“Kann passieren”? Na, ich weiß nicht. So etwas darf nicht passieren!
31 März, 2008 at 6:51
Hallo,
ja, du hast vollkommen recht. Ich meinte meinen Kommentar mehr aus der Sicht der Feuerwehr, dass so etwas zum Leben eines Rettungssanitäters oder eines Feuerwehrmannes gehört. Nein, es dürfte eigentlich nicht passieren, aber ich bin mir sicher, der oder die nächste Tote wird es bestimmt geben.
Rudi
31 März, 2008 at 8:23
Mein Beileid für die Familie des Opfers. Es war sicherlich unnötig, aber leider schildern die Medien wieder ein total falschen Bild. Der sogenannte Fahranfänger besaß seinen Führerschein schon seit einem Jahr und 3 Wochen. Er gehörte zu den Projekt “Führerschein mit 17″. Außerdem trinkt der Fahrer generell kein Alkohol, warum sollte er denn ausgerechnet an dem Abend getrunken haben. Meine Vermutung ist Fahren mit überhöhte Geschwindigkeit.
R.I.P LENA
1 April, 2008 at 8:52
wieder ein fall, der sagt, führerschein NICHT für kinder und erst ab 25!!
mein beileid für die familie.
ich hoffe, dieses dorf macht dem “mandip” die hölle heiß - in jeder minute seines lebens…
@rudi: kann passieren? oh nein, so etwas darf nicht passieren. so etwas passiert. weil man kindern den führerschein erlaubt, die immer noch von ihrer eigenen unfehlbarkeit überzeugt sind, glauben, sie können alles und im grunde nicht mal 10m geradeaus denken können…nicht umsonst passieren so viele unfälle mit jugendlichen fahrern…
1 April, 2008 at 10:30
danke für diesen sehr objektiven bericht. ich vermute, es wird schon (und sicher verständlicherweise) subjektiv genug woanders berichtet.
alle beteiligten werden wohl fürs leben gezeichnet sein durch dieses tragische unglück. “verfolgungen” und “hölle heiss” machen führen zu nichts. rache ist kein befriedigenden gefühl. konstruktiv auseinandersetzen und vielleicht vergeben lerne schon mehr…..
1 April, 2008 at 12:58
Für die Familie von Lena tut es mir sehr leid und so etwas sollte wirklich nicht passieren. Sie war noch so jung und hatte noch alles vor sich …. So etwas ist sehr schlimm!
Allerdings ist noch lange nicht geklärt, warum dieser Unfall überhaupt passiert ist. Die überhöhte Geschindigkeit ist wohl sicher und für sich natürlich schon verboten. Aber ich hatte an fast der gleichen Stelle auch schon einen Schreckmonment in der Nacht - Rehe … sie waren einfach aus dem Busch gesprungen sind über die Straße auf das Grundstück gegenüber in den Garten gelaufen.
Ich hatte mich an die Geschwindigkeit gehalten, bin aber trotzdem leicht in die Mitte der Fahrbahn gekommen, weil ich vor Schreck nicht draufhalten konnte …
Es ist auf jeden Fall nachgewiesen, dass er keinen Alkohol getrunken hatte! Ich glaube er wäre auch nicht unter Alkoholeinfluss gefahren! Ich kenne seine Familie gut und das hätte er sich bestimmt nicht erlaubt.
Wenn er davon erfährt, was er getan hat, dann wird er damit leben und umgehen müssen. Aber ich kann mir vorstellen, dass er es schwer haben wird.
1 April, 2008 at 2:52
@wordman
zum glück warst du nie Kind, hattest echt glück
übrigens entnimmt man deinen worten, dass du ne echt blöde Kindheit hattest, warst sicherlich unbeliebt. da vergisst man schnell mal, das die Zeit zwischen 10-18Jahren, die sorgenfreieste war
R.I.P. Lena
1 April, 2008 at 11:15
@unwichtig: phrasengedresche ist fehl am platze. bevor du solchen müll sagst, erstmal nachdenken. meine tochter wurde überfahren… da war sie 10… also, ich weiß schon, warum ich so reagiere…
3 April, 2008 at 11:33
Das mit Deiner Tochter tut mir sehr leid. Ich kann es nicht nachvollziehen, aber zumindest verstehen, warum Du dann so reagierst.
Solche Fälle sind immer sehr schwer zu beurteilen, finde ich.
Erst war betrunken – dann wird bewiesen doch nicht ….
Dann heißt es, er hat Drogen genommen – steht noch aus ….
Er ist zu schnell gefahren – ist noch nicht sicher ….
Man sollte vorerst immer vorsichtig sein mit solchen Anschuldigungen, finde ich.
Ich habe selbst einen Bekannten, der ebenfalls einen Unfall hatte, bei dem jemand ums Leben gekommen ist. Sie sind gegen einen Laternenpfeiler gefahren. Er hatte auch seinen Führerschein (Motorrad) auch noch nicht so lange. Zuerst bekam er auch von allen die Schuld an diesem Umfall. Die Eltern des Mädchens haben versucht ins Krankenhaus zu kommen um bei ihm die Geräte abzustellen … es war eine schlimme Zeit.
Es gab eine Gerichtsverhandlung, bei er dann für Unschuldig gesprochen wurde. Nun würden viele sich fragen warum. Er war gefahren, ist von der Straße abgekommen … Leider konnte er sich selbst an den Unfall kaum erinnern.
Aber es stellte sich heraus, dass er gar nicht schuld war. Ein Auto hatte versucht die beiden zu überholen und es kam ihm ein Auto entgegen, so dass er die Maschine von der Straße gedrängt hatte.
Der Fahrer des entgegenkommenden Fahrzeugs hatte sich ein paar Tage später gemeldet, weil er selbst angst hatte … Trotzdem konnten ihre Eltern damit nicht Leben. Er musste noch viele schlimme Erlebnisse einstecken und hat bei dem Unfall selbst ein Bein verloren …
Es ist nicht immer unbedingt alles, wie es scheint. Deshalb ist es gut, dass es Untersuchungen gibt, die die Schuld oder Unschuld von jemandem Beweisen. Egal wie schlimm die Sache ist, besser wird es für die Familie auch nicht, wenn man Mandip „die Hölle heiß macht“!