Klosterbrand mit Zigarette entfacht
31 März, 2008
Baumgartenberg/Oberösterreich - Niedergebrannt ist der Wirtschaftstrakt des Klosters Baumgartenberg Samstagnachmittag. Auslöser war eine Zigarette, mit der drei Mädchen testen wollten, wie schnell Stroh brennt. Das Ergebnis: 700.000 Euro Schaden.
Drei Mädchen, im Alter von 13, 16, und 17 Jahren, aus dem Wohnheim, das zum Kloster der Schwestern zum Guten Hirten gehört, hatten sich im Wirtschaftstrakt getroffen, um zu rauchen und eine Flasche Wein zu trinken. Dabei kam eines der Mädchen auf die Idee, zu testen, wie schnell Stroh brennt und warf ihre Zigarette auf die Ballen. Diese gingen sofort in Flammen auf, die Löschversuche der Mädchen konnten den Brand nicht mehr stoppen und die drei liefen davon. Dabei wurden sie allerdings von Anrainern beobachtet.
Nachbarn entdeckten schließlich die Rauchsäule und verständigten die Feuerwehr. Zehn Feuerwehren versuchten den Brand zu löschen, doch das alte Klostergebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder. Ein Übergreifen auf die anderen Gebäude des Klosters, wie die angrenzende Bibliothek, konnte aber verhindert werden.
Weil die Mädchen beim Weglaufen beobachtet worden waren, wurden sie von der Polizei einvernommen. Anfangs wollten sie nichts mit dem Brand zu tun haben, doch schließlich gestanden die drei doch. Sie wurden auf freiem Fuß angezeigt. „Die Mädchen meinten, dass sie nicht gedacht hätten, dass Stroh so schnell brennen würde“, so die Polizei. Der Schaden ist enorm und wird mit 700.000 Euro beziffert. Die Feuerwehr war 18 Stunden im Einsatz, die Aufräumarbeiten dauerten noch den ganzen Sonntag.
In dem Wirtschaftsgebäude war neben Stroh und Holz auch die neue Zille der Freiwilligen Feuerwehr Baumgartenberg untergebracht. Diese hätte nächste Woche offiziell übergeben werden sollen.
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