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In Allgemeines, Internet & Recht, Kaffeepause, News & Reportagen, Rettungsdienst on 3 April, 2008 at 1:24
Bad Wörishofen/BY - „Mit jeder Minute, in der nichts getan wird, sinken die Überlebenschancen um zehn Prozent.“ Dieser Satz stammt von Wilhelm Lehner, dem Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes im Kreisverband Unterallgäu.
Er kann nun Zahlen vorlegen, die verdeutlichen, dass es auch nachts nicht ohne Rettungswagen vor Ort geht. Nur dank des ehrenamtlichen Einsatzes des BRK ist bekanntlich weiterhin ein nächtlicher Rettungsdienst mit einem Einsatzwagen in der Kaufbeurer Straße stationiert. Finanziert wird dieser von zahlenden Fördermitgliedern und Spendern des BRK Unterallgäu, nachdem der reguläre Rettungsdienst in der Nacht durch ein Gutachten des Innenministeriums und der Krankenkassen gekippt worden war. Stattdessen sollte der Mindelheimer Einsatzwagen die Notfälle in der Kneippstadt übernehmen.
Für Lehner ein Ding der Unmöglichkeit. „Wir haben rund 400 Einsätze pro Jahr in der Zeit zwischen 22 und 6 Uhr in Bad Wörishofen“, unterstreicht er die Notwendigkeit eines nächtlichen Einsatzwagens. „In einem Viertel der Fälle war das Mindelheimer Fahrzeug zur gleichen Zeit im Einsatz, so dass der Rettungsdienst aus Kaufbeuren oder Buchloe hätte angefordert werden müssen.“ Wertvolle Minuten, die Leben kosten können. Lehner erinnert sich an einen Fall im vergangenen Jahr: „Wir mussten in einem Lokal in Bad Wörishofen einen Patienten wiederbeleben. Das konnten wir drei Minuten nach dem Notruf erfolgreich leisten.“ Der Mindelheimer Einsatzwagen hätte zehn Minuten länger gebraucht.
Da nicht nur der nächtliche Rettungsdienst in Bad Wörishofen, sondern auch viele weitere BRK-Dienste ausschließlich durch Spenden und Gelder zahlender Fördermitglieder finanziert werden, ist das Rote Kreuz derzeit im Gebiet Bad Wörishofen in Sachen Mitgliedergewinnung unterwegs. „Im Schnitt machen wir das alle drei Jahre“, erklärt Lehner. Denn: „Neue Mitglieder sind unsere Existenzgrundlage.“ Seit Ostern gehen so die ehrenamtlichen Mitarbeiter von Haustür zu Haustür. Die bisherige Resonanz: „Das BRK ist in der Bevölkerung gut akzeptiert. Der Mehrwert vor Ort wird erkannt, viele sind bereit, förderndes Mitglied zu werden“, erklärt Lehner. Derzeit zählt der Kreisverband Unterallgäu, zu dem der Landreis Unterallgäu und die Stadt Memmingen gehören, 17 000 Mitglieder, davon kommen 2500 Mitglieder aus der Stadt Bad Wörishofen.
Was wird mit den Spendengeldern außerdem finanziert? Zum einen eben die so genannten Hintergrunddienste, zu denen der nächtliche Einsatzwagen in Bad Wörishofen zählt, der nicht wie der reguläre Rettungsdienst durch die Krankenkassen refinanziert wird. „Außerdem halten wir Schnelleinsatzgruppen in den größeren Orten des Landkreises vor, die bei größeren Schadenslagen, wie beispielsweise einem Schneechaos auf der Autobahn, die Leute mit Decken und heißem Tee versorgen“, erklärt Lehner.
Eintreffzeit, Netzausbau, Netzumbau, Notruf, Telekom, Verzögerungen, Zeitverlust
In Allgemeines, Feuerwehr, Rettungsdienst on 3 April, 2008 at 1:20
Bad Kreuznach/Kaiserslautern/RLP - Dass Notrufe aus Orten der Verbandsgemeinden Bad Münster am Stein-Ebernburg und Meisenheim in der Leitstelle Kaiserslautern statt in Bad Kreuznach eingehen, verzögert häufig den Einsatz der Rettungskräfte. Auf dieses Problem hatten Feuerwehrleute und Kommunalpolitiker nach Unfällen und Bränden in jüngster Vergangenheit erneut aufmerksam gemacht.Möglicherweise kann hier schon bald Abhilfe geschaffen werden. Denn bereits in wenigen Tagen werden sich Fachleute der Telekom und Führungskräfte der Feuerwehr auf Initiative von Julia Klöckner treffen.
Die Guldentaler CDU-Bundestagsabgeordnete hatte in einem Brief an Telekom-Vorstandschef Rene Obermann die Problematik geschildert und um Abhilfe gebeten. Wie Klöckner gestern der AZ-Redaktion mitteilte, hat sie in Gesprächen mit Telekom-Beauftragten erfahren, dass die Notrufe aufgrund vorgegebener Schaltungen in Kaiserslautern auflaufen. Möglicherweise ließe sich dieses technische Problem ohne größere Maßnahmen lösen. Daher sollen in einem Fachgespräch vor Ort die Notwendigkeiten aus Sicht der Rettungskräfte dargestellt werden. Eventuell reicht der Einbau von so genannten Routern, damit Anrufe direkt bei der Leitstelle Bad Kreuznach landen. Sollten die Verlegung von neuen Kabeln oder weitere Umrüstungen notwendig werden, sei dies natürlich wesentlich zeit- und kostenaufwändiger. Klöckner hofft jedoch auf die kleine Lösung, die vermutlich innerhalb von drei Monaten umsetzbar sei.
Diebstahl, Einsatzfahrzeuge entwendet, THW
In Allgemeines, Internet & Recht on 2 April, 2008 at 5:54
Bottrop/NRW - Heute meldete sich ein Zeuge und gab Hinweise auf ein THW-Fahrzeug, das in einem kleinen Waldstück Am Vöingholz steht. Am Fundort stellten die Beamten fest, dass sich der Fahrer offensichtlich mit dem Fahrzeug festgefahren hatte. Bei einer weiteren Überprüfung am THW-Standort Stenkhoffstraße konnten Aufbruchspuren am Gebäude festgestellt werden. Bisher unbekannte Täter waren durch Einschlagen einer Scheibe in der Zeit von Samstagabend bis zum heutigen Tag in die Räume gelangt und hatten Bargeld entwendet.
Aus mehreren THW-Fahrzeugen stahlen sie zudem einen Stromerzeuger, eine Kettensäge und ein Atemschutzgerät. Insbesondere gibt es Feststellungen im Zusammenhang mit Fahrten mit THW-Fahrzeugen, da mit den in den Räumen aufgefundenen Schlüsseln mehrere Fahrzeuge unberechtigt genutzt wurden. Anschließend stellten der oder die Täter die Fahrzeuge wieder auf dem Gelände ab. An zwei Fahrzeugen stellten die Ermittler Sachschäden fest. Die genaue Höhe ist noch unbekannt.